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Die einst wegen der mangelhaften Auflösung gemiedene Spektrometrie mit Szintillations-Detektoren hat durch einige neue Entwicklungen eine höchst interessante Renaissance erfahren.

  Es wurden die Software-Werkzeuge entwickelt, mit denen man auch komplizierte Szintillator-Spektren quantitativ entfalten kann. Das dafür geeignete Programm heisst SODIGAM.  Es das einzige Programm am Markt, das sowohl den physikalisch korrekten Verlauf der Baseline (= Untergrund unter den Peaks) als auch die spektrometrische Peakform kennt. Mit dem Programm können deshalb auch kleine Peaks auf hohem Untergrund sowie sehr komplexe Spektren mit Schulterpeaks korrekt ausgewertet werden.

 Die Herstellungsmethoden der NaI(Tl) Detektoren wurden verbessert, so dass man heute oft Kristalle mit einer Auflösung (Halbwertsbereite FWHM bei 661 keV) von weniger als 7% erhält

 Die neuen BrilLanCe Detektoren :
     BrilLanCe 350   LaCl3(Ce) mit etwa 10% Ce
     BrilLanCe 380   LaBr3(Ce) mit etwa  5% Ce
haben eine Auflösung von etwa 3% und man erhält im Spektrum eine analytisch beschreibbare Peakform und Baseline.

Ho166m_fit_g_835

Das Bild zeigt ein mit einem BrilLanCe 380 gemessenes Multiplett vom Ho-166m

Somit kann man jetzt für viele Messaufgaben der Gamma-Spektrometrie die ungekühlten Szintillationskristalle anstelle der gekühlten HPGe Detektoren einsetzen.

Die erheblichen Vorteile eines Szintillationsdetektors gegenüber einem High-Purity Germanium Detektor liegen in der kompletten Einsparung von Betriebskosten und Wartungspersonal (kein Kühlmittel), der besseren Beweglichkeit des Spektrometers, der höheren Nachweiswahrscheinlichkeit des Detektors,
sowie im günstigen Anschaffungspreis.

Man kann mit dem SODIGAM Programm natürlich auch Spektren quantitativ auswerten, die mit anderen Szintillationsdetektoren gemessen wurden, wie z.B: BGO, CsI und anderen. Weiterhin können mit SODIGAM auch X-Ray Spektren von Proportionalzählern quantitativ ausgewertet werden.

Im Folgenden werden einige exemplarische Anwendungsbeispiele vorgestellt, die mit modernen Szintillations-Detektoren zusammen mit dem Spektren-Analyseprogramm SODIGAM realisiert werden.

Anwendung 1    

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