Forschung 1
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Die Dr. Westmeier GmbH unterhält eine langjährige Verbindung und Zusammenarbeit mit dem
 Institut für Kernchemie der Philipps-Universität in Marburg. Das Institut ist im Moment dem Fachbereich Chemie angegliedert und soll aufgelöst werden. Es ist eine Schande, dass hier Ausbildungskompetenz vernichtet wird, obwohl Kernchemiker von der Industrie und Medizin dringend gebraucht werden !.

Dr. Wolfram Westmeier verfasste seine Doktorarbeit (1976-1981) unter der Aufsicht von Prof. Dr. P. Patzelt. Seine Experimente im CERN (Genf, Schweiz) befassten sich mit der Messung von Reaktionsquerschnitten für die Spallations-Produkte aus der Reaktion von 600 MeV Protonen mit 232Th. Hier begann die Entwicklung seiner Arbeiten für einzigartige Programme zur Analyse von Alpha Spektren. Die Megaprogramme ALFWHM und ALFUN wurden entwickelt und für die quantitative Analyse der extrem komplexen Alpha Spektren der Reaktionsprodukte eingesetzt. Diese Programme sind die Basis für seine heute leicht zu bedienende Software ALPS. Er war der Erste, der eine komplette Massenausbeuteverteilung für Spallationsprodukte aus Protonen-induzierenden Reaktionen mit einem schweren Target bestimmen konnte..

Er unterrichtete später Doktoranten und Studenten im Institut der Kernchemie in Marburg. Zwei besonders interessante Forschungsprojekte sind die Arbeiten von Dr. Jan van Aarle und Dr. Klaus Siemon, der jetzt ein Mitglied des Dr. Westmeier GmbH Teams ist. Die Arbeiten dieser beiden Wissenschaftler befassen sich mit der Messung von Masse- und Energieverteilungen für Spaltfragmente bei der Spontanspaltung von 260Md, 252Cf (van Aarle) bzw. 257Fm und 252Cf (Siemon).

Dr. Jan van Aarle arbeitete (1986-1992) mit nur 3000 Atomen von 260Md!! und er bewies eindeutig die Co--Existenz von verschiedenen Ausgangskanälen bei der Spontaspaltung. Die 260Md Atome wurden in der Reaktion von 126 MeV 22Ne auf 254Es am 88-inch Zyklotron im Lawrence Berkeley Laboratory, Berkeley, California, produziert. Die chemische Trennung vom Md wurden in Lawrence Livermore Laboratory in der Gruppe von Professor Ken Hulet durchgeführt.


Das Photo zeigt die Neutronendetektorkugel zusammen mit Photomultipliern, Überlauftanks und Messelektronik. Das ganze Experiment wird über einen PC-basierenden Multiparameter-Vielkanalanalysator und einen asynchron laufenden Datentransfer zum speichernden PC kontrolliert. Daten können zur Analyse während des laufenden Experiments zu jeder Zeit extrahiert werden.

 



Dr. Klaus Siemons Arbeiten (1991-1997, Dissertation 1997, pdf-Datei, 4.9 MByte) brachten technische Verbesserungen für die Meßtechnik, welche es ihm ermöglichte, die Neutronen zum jeweiligen Spaltfragment zuzuordnen. Er untersuchte die Spontanspaltung beim 252Cf und 257Fm, bei dem die nicht standardisierten Ausgangskanäle bei der Spontanspaltung weniger deutlich sichtbar sind. 
Dr. Siemon ist Mitarbeiter der Dr. Westmeier GmbH seit 1998.

Dr. Hilary Westmeier (früher Robotham) arbeitete bei ihrer Doktorarbeit über schnelle kinetische Reaktionen mit Prof. Gerald C. Lalor, Vizekanzler der Universität der West Indies zusammen. Sie war die erste Koordinatorin des neu gegründeten “Centre for Nuclear Sciences” in 1983. Dr. Hilary Robotham war unter der Leitung von Prof. Lalor für die Verwaltung des Zentrums verantwortlich, sie überwachte die Projekte zu Umweltmessungen, bei denen nukleare Analysetechniken benutzt wurden und sie war ein lizenzierter Reaktor-Operator für den kanadischen SLOWPOKE Forschungsreaktor. Während ihrer Zeit im “Centre for Nuclear Sciences”(1983-1993) errichtete sie den ersten jamaikanischen Personalüberwachungs-Service für beruflich strahlenexponierte Arbeiter in Jamaika. Das “Centre for Nuclear Sciences” der University of the West Indies wurde in 1995 als internationales “Centre of Excellence” ausgezeichnet und heisst jetzt das “International Centre for Environmental and Nuclear Sciences”.

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