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Die Dr. Westmeier GmbH ist seit Jahren in aktuelle Kernforschungsprojekte involviert. Es wird zunehmend klar, dass die Kernenergie eine entscheidende Rolle bei der nachhaltigen Energiebeschaffung und in der Verringerung des von Menschen verursachten Klimawandels spielen muss. Ein großes Hindernis für die Akzeptanz der Kernenergie als Grundlast-Energiequelle ist unter anderem die extreme Langlebigkeit des radioaktiven Abfalls.
In modernen Konzepten der sicheren Primär-Energieversorgung wird eine “dual strata” Technologie favorisiert. In einem intrinsisch sicheren Reaktor der IV. Generation wird ein Brennstoffgemisch aus verschiedenen schweren Elementen (U, Pu, andere) verbrannt. Der Brennstoff ist proliferations-resistent, d.h. er kann nicht zur Herstellung von Nuklearwaffen oder “schmutzigen” Waffen eingesetzt werden. Die Reststoffe nach der Verbrennung werden nach Elementgruppen getrennt und weitgehend wieder zur Produktion neuer Brennelemente verwendet. Einige wenige langlebige und hoch radiotoxische Reststoffe können nicht sinnvoll zu neuen Brennelementen verarbeitet werden, sondern sie fallen als radioaktiver Abfall an.
Eine naheliegende Frage lautet daher : Ist es möglich, diesen radioaktiven Abfall sicher und vollständig zu vernichten oder ihn in
kurzlebigen Abfall umzuwandeln? In den letzten Jahren haben Teilchen-Beschleuniger mit sehr hoher Intensität als Antrieb von Spallations-Neutronenquellen wachsende Beachtung gefunden. Die mit solchen Systemen mögliche extrem hohe Neutronendichte könnte zur Transmutation von radioaktivem Abfall eingesetzt werden und somit eine potentielle Lösung vom Abfallproblem bieten.
Somit kann man jetzt die “dual strata”, d.h. zwei parallel ablaufende Wege bei der
sicheren, nuklearen Energie-erzeugung, tatsächlich realisieren:
Auf einem Weg wird in Generation-IV Reaktoren Strom und Wärme erzeugt. Der verbrauchte Brennstoff wird
nach Elementgruppen getrennt und nach Auffüllen des Brennstoffinventars zu neuen Brennstäben verarbeitet
Auf dem zweiten Weg werden die nicht im Reaktor verbrennbaren langlebig radioaktiven Abfälle durch Transmutation vernichtet
Als Ergebnis des “dual strata” Konzepts kann man die Primärenergieversorgung langfristig und sicher
garantieren und gleichzeitig sicherstellen dass: - kein proliferationsfähiges Nuklear-Material entsteht - keine langlebigen, radiotoxischen Abfälle entstehen - kein Reaktor-Risiko besteht
- kein für Millionen von Jahren sicheres Endlager benötigt wird
Die Dr. Westmeier GmbH ist seit mehreren Jahren an entsprechenden Studien beteiligt. Es werden Experimente zur Transmutation von langlebigen radioaktiven Abfallnukliden wie z.B. 129I, 237Np, und 241Am am Labor für Hohe Energien im Joint Institute for
Nuclear Research (JINR) in Russland durchgeführt. Spallationsneutronen, die beim Beschuss von Blei mit relativistischen Protonen
mit kinetischen Energien im Bereich von 0.5 GeV bis 3.7 GeV produziert wurden, werden zum Beschuss von
transmutationsfähigem Material oder von Blankets aus Natur-Uran zur weiteren Erhöhung der Neutronendichte benutzt.
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