Uranglas

Diese wundervollen Gläser findet man im Museum in Theuern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Jahr 1789 entdeckte der Apotheker und Chemiker Martin Heinrich Klaproth das Element Uran. Später wies er darauf hin, dass Uransalze zum Färben verwendet werden können. Innerhalb von 40 Jahren nach seinem Hinweis gedieh die Produktion von Glas, das mit Uransalzen gefärbt war, zu einer einträglichen Industrie. Im 18. und 19. Jahrhundert war jede Art von Glasprodukten in den  grünen, gelben, braunen, roten und sogar blauen Farbtönen sehr beliebt; Weingläser, Likörgläser, Karaffen, Lampenschirme, Schalen, Figürchen, ja sogar Laborgeräte wurden aus Uranglas gefertigt. Besonders wertvoll waren handgeblasene Stücke mit detaillierten Gravuren, Ätzungen oder Hand-Bemalung. Es gibt sogar Globen von über 30 cm Durchmesser, die aus grünem Uranglas gefertigt sind. In Deutschland gibt es einige große Sammlungen von Uranglas und Töpferware mit uranhaltigen Glasuren; leider ist die besonders empfehlenswerte Ausstellung im Museum von Schloss Theuern (in der Nähe von Amberg)  zur Zeit nicht zugänglich.

Nachdem die Produktion von Uranglas in Europa in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts eingestellt wurde, findet man heute wieder Produkte aus dem Grünen Glas, die vorwiegend in den USA und Japan hergestellt werden.